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Brauereien

Tsjoch!

Dokkumer hotspot

Aafke Jelles kauft im Jahr 1705 das Gebäude an der Diepswal (heute Nummer 15) für einen Betrag von 1029 Carolusgulden. An diesem Ort braut sie zusammen mit ihrem Mann Hoite Douwes Bier in der Brauerei „Het Half Maentje“. Das Gebäude wird als „ein herrliches Wohnhaus, Brauerei und Bierhaus“ beschrieben und wird seit 1625 als Brauerei genutzt.

Es ist unklar, ob auch der Wasserbrunnen, der vor der Brauerei am Grootdiep steht, in ihren Besitz übergeht. Dieser Bierbrunnen schöpft das saubere Wasser aus der Bonifatiusquelle aus einem Wasserboot. Über eine Rinne hoch über der Straße wird das Wasser zu den Braukesseln in der Brauerei geleitet. Aufgrund dieses Prozesses ist Bier gesünder als Oberflächen- oder Brunnenwasser. Bier ist damit das meistgetrunkene Getränk jener Zeit. In den Blütezeiten gibt es in Dokkum nicht weniger als neunzehn Brauereien!

Aafke ist eine unternehmungslustige Frau. Im Jahr 1715 verkauft sie die Brauerei, das Haus und das Inventar, darunter Fässer, Kessel, eine Kühlwanne und Kannen, an Jan Jansen für einen Betrag von 1475 Carolusgulden. Zehn Jahre nach dem Kauf verdient die kluge Unternehmerin über 400 Carolusgulden. Ein Vermögen zu jener Zeit!

Nach einer langen Periode ohne Brauereien in Dokkum sind jetzt wieder zwei Brauer aktiv: die Brouwerij Dockum an der Koophandel und die Stadsbrouwerij Bonifatius an der Diepswal 5. Über 300 Jahre später und nur wenige Gebäude weiter wiederholt sich die Geschichte. Zu Ehren dessen wurde im Jahr 2020 dieser Wasserbrunnen aufgestellt. Der einzige in Europa! Das verdient einen Toast: Tsjoch!

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